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Likrat ist hebräisch und bedeutet «aufeinander zugehen». Aufeinander zugehen sollen jüdische Jugendliche und gleichaltrige Schülerinnen und Schüler beim Dialogprojet Likrat des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds SIG.

In der Rolle von Peer Educators werden sogenannte Likratinos und Likratinas in eine Schulklasse eingeladen, um über das Judentum zu berichten. Während einer sogenannten Likrat-Begegnung dürfen die Schülerinnen und Schüler alles über das Judentum fragen - alle Fragen sind erlaubt. So geben die Jugendlichen dem Judentum ein Gesicht - ein Lehrbuch kann dies nicht.

«Ich habe es sehr spannend gefunden. Meine ganzen Fragen wurden auch beantwortet. Wie zum Beispiel, wieso die Nazis Juden hassten. Ich habe auch mehr zum Koscher erfahren und zum Schabbat. Jetzt könnte ich meinen Eltern auch was erzählen. Es war sehr hilfreich, ich würde es auch weiterempfehlen. Es war einfach toll.»
Karin, Schülerin

Der Dialog mit jungen Jüdinnen und Juden bietet ein lebendiges, bleibendes und bildendes Erlebnis. Schülerinnen und Schüler können Fragen stellen und so einen Einblick in das jüdische Leben in der Schweiz gewinnen. Das Spannende an dieser Form des Dialogs ist, dass durch die Gleichaltrigkeit Nähe geschaffen wird und sich die Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen. So fällt den Schülerinnen und Schüler das Lernen leichter und der Lernerfolg ist grösser.

«Likrat – der Film» – Jüdische Jugendliche besuchen eine Schulklasse im Zürcher Oberland

Jüdische Jugendliche hatten im Rahmen einer Likrat-Begegnung eine Schulklasse im Zürcher Oberland besucht und dort über ihr Jüdischsein gesprochen. Die meisten der Schülerinnen und Schüler hatten vor dieser Likrat-Begegnung noch nie eine jüdische Person gesehen und kaum etwas über jüdisches Leben gewusst. Zum ersten Mal hat ein Filmteam eine Likrat-Begegnung begleitet. Zum vollständigen Artikel

Im Teaser zum Dokfilm kommen auch Bundespräsident Alain Berset und Nationalrätin Lisa Mazzone zu Wort.

Eine Likrat-Begegnung organisieren

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 18 Jahren der Sekundar- und Mittelschulen. Eine Likrat-Begegnung dauert zwei Lektionen (90 Minuten exklusive Pause) und kostet 120.- CHF. Die Likratinos und Likratinas sind zwischen 15 und 18 Jahre alt. Sie haben alle einen Ausbildungskurs absolviert, um in diesem Projekt mitwirken zu dürfen. Sie repräsentieren das breite Spektrum des jüdischen Glaubens.

Wir empfehlen Ihnen, die Begegnung in einen ausführlichen Themenblock zum Thema Judentum einzubauen. Als Arbeitsgrundlage dient das Konzept der Peer Education: Angehörige einer sozialen Gruppe tauschen sich gegenseitig aus. Als Vorbereitung sollte die Schulklasse Fragen ausarbeiten, die sie den Likratinos und Likratinas stellen möchten.

«Die ungezwungene Offenheit der jungen Menschen hat alle Schülerinnen und Schüler überrascht und sehr dazu animiert ungehemmt zu fragen. Hier entstand erst echte Neugier für das Judentum und wie es gelebt wird. Genial sind auch Anknüpfungspunkte wie Hobbies, Musik und Freizeit.»
Hubertus Kuhns, Pfarrer

Für Fragen und Buchungen stehen wir Ihnen gerne unter Enable JavaScript to view protected content. oder telefonisch unter +41 (0)43 305 07 65 zur Verfügung.

  • «Likrat – der Film»

    Jüdische Jugendliche hatten im Rahmen einer Likrat-Begegnung eine Schulklasse im Zürcher Oberland besucht und dort über ihr Jüdischsein gesprochen. Die meisten der Schülerinnen und Schüler hatten vor dieser Likrat-Begegnung noch nie eine jüdische Person gesehen und kaum etwas über jüdisches Leben gewusst. Mit dem Dialogprojekt Likrat des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds SIG sollen Hemmschwellen und Vorurteile abgebaut und Verständnis und Wissen zum Judentum gefördert werden. Zum ersten Mal hat ein Filmteam eine Likrat-Begegnung begleitet.

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